Kiez — wo Berlin wirklich beginnt.
Kiez ist ein deutschsprachiges Magazin für Berlin-Stadt, Kiez-Leben und Hauptstadt-Praxis. Wir schreiben für Berliner:innen mit Kiez-Verbundenheit (etwa 3,7 Mio. Bewohner:innen in Berlin), für Berlin-Pendler:innen aus Brandenburg (etwa 280.000 täglich), für Berlin-Reisende (etwa 11,5 Mio. Übernachtungen 2024, etwa 30 % international), für Kultur-Aficionados, für Architektur-Aficionados, für Berlin-Geschichts-Studierende und -Lehrkräfte an der FU, HU und TU Berlin, für Senats- und BVV-Politik-Beobachter:innen, für Gastronomie-Profis und für Berlin-Foodies. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Berlin ist präzise verwaltungsrechtlich und kulturpolitisch geordnete Stadt-Disziplin mit eigener Bezirks-Architektur und gewachsener Klub-Kultur-Tradition — keine Hipster-Klischee-Bühne und keine Touristen-Falle-Inszenierungs-Plattform.
Acht Ressorts — Kiez, Politik, Kultur, Architektur, Mobilität, Geschichte, Essen, Nacht — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne BVV-Sitzung, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Berlinale-Bilanz. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einer Frühjahrs-Berlin-Bilanz und einem Stand der Berliner Bürgermeister- Politik als programmatischem Auftakt.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Bezirks-Tradition und Hauptstadt- Politik. Berlin ist seit dem 20. Juni 1991 (mit 338 zu 320 Stimmen im Bundestag für Berlin gegen Bonn) deutsche Hauptstadt und seit dem Regierungs-Umzug 1999 Sitz von Bundesregierung und Bundestag. Die 12 Bezirke nach der Bezirks-Reform 2001 setzen die kommunale Verwaltungs- Architektur (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Reinickendorf) — davor 23 Bezirke seit dem Groß-Berlin-Gesetz 1920. Die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe seit 1929) trägt mit U-Bahn (10 Linien, 175 Bahnhöfe), Straßen- bahn (rund 22 Linien fast nur im Ostteil), Bus und Fähre die Mobilität, die S-Bahn Berlin GmbH (seit 1995 als DB-Tochter) die zweite Linie mit 16 Linien und etwa 332 km Netz. Die Berliner Klub-Kultur mit dem Berghain (seit 2004 im Wriezener Karree), dem Tresor (seit 1991, im ehemaligen Kraftwerk Mitte seit 2007), dem Kater Blau (seit 2014) hat sich seit 2019 die Berlin-Senat-Anerkennung als förderwürdige Kultur-Tätigkeit gesichert. Wir behandeln Berlin als das, was es ist: präzise verwaltungsrechtlich und kulturpolitisch geordnete Stadt-Disziplin mit eigener Tradition und gewachsener Bezirks-Linie.
Geschrieben ist Kiez für Berliner:innen, die ihre Kiez-Realität reflektieren wollen; für Berlin-Pendler:innen, die zwischen ABC-Tarif und Pendel-Mühen pendeln; für Kultur-Aficionados, deren Berlinale-Programm zwischen Hauptpro- gramm und Forum-Sektion balanciert; für Architektur-Aficionados, die zwischen Schinkel-Tradition und Hochhaus-Welle abwägen; und für Gastronomie-Profis, die belastbare Hintergrund-Recherche zur Berliner Lokal-Szene suchen.
Gastbeiträge
Kiez nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Berlin-/Hauptstadt-Praxis geschrieben hat — Kiez-Porträt, Senats-Politik-Reflexion, Berlinale-Berichts-Analyse, Architektur- Anmerkung, BVG-Tarif-Praxis-Notiz, Geschichts-Studie, Imbiss-Kultur-Bilanz, Klub-Kultur- Reflexion — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Bezirks-Angabe mit Postleitzahl sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkretem BVV-Drucksachen-Verweis statt mit „neulich im Bezirk" arbeitet, hat schon gewonnen.
Eine gute Berlin-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welcher Kiez in welchem Bezirk mit welcher BVV-Konstellation auf welche Senats-Politik traf und welche Klub-Kultur-Praxis das Wochenende füllte. Wir nehmen die Disziplin ernst.